Alexander Zemlinsky

14/10/1871 Vídeň, 15/03/1942 Larchmont, USA  

Alexander Zemlinsky, östrreichischer Komponist, Dirigent und Musikpädagoge, hat bereits mit vier Jahren Klavier gelernt. Als Zehnjähriger sang er im Chor der Synagoge seines Geburtsortes und wirkte später dort auch als Organist. Am Musikkonservatorium in Wien studierte er Klavier und Komposition. Später ist er aus der jüdischen Gemeinde ausgetreten, wurde Freimaurer und konvertierte schließlich zum Protestantismus. Seine erste Oper, Sarema (Uraufführung 1897), hat er gemeinsam mit seinem künftigen Schwager Arnold Schönberg komponiert. Drei Jahre später hat die Wiener Hofoper seine Oper Es war einmal … uraufgeführt. Ab 1900 war Zemlinsky als Kapellmeister am Carltheater, Theater an der Wien, an der Volksoper und Hofoper in Wien tätig. 1911-1927 war er Musikdirektor am Neuen deutschen Theater in Prag, an dem er u. a. die Endfassung seiner Oper Kleider machen Leute aufgeführt hat. Zu seinen Verdiensten gehören Aufführungen der Opern tschechischer Komponisten, Der Kuss von Bedřich Smetana, Der Jakobiner von Antonín Dvořák und Jenůfa von Leoš Janáček, und die Uraufführung des Monodramas von Arnold Schönberg Erwartung. Eine weitere Station seiner Karriere war Berlin, als Dirigent gastierte er bei verschiedenen europäischen Orchestern. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten kehrte Zemlinsky im Jahr 1933 nach Wien zurück, im Jahre 1938 emigierte er nach New York. Seine angegriffene Gesundheit hat die weitere künstlerische Arbeit gehindert; er starb im März 1942. Sein Schaffen wurde in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wieder entdeckt und seine Opern Der Traumgörge, Eine florentinische Tragödie, Der Zwerg, Der Kreidekreis und Der König Kandaules neu aufgeführt.