Franz Schreker

23/03/1878 Monako, 21/03/1934 Berlín  

Franz Schreker wurde in einer jüdischen, aus Golčův Jeníkov/Goltsch-Jenikau in Böhmen stammenden Familie geboren. Sein Vater war zum Katholizismus konvertiert, die Mutter gehörte zu einer steirischen katholischen Adelsfamilie. Nach dem Tod des Vaters übersiedelte die Mutter mit den Kindern nach Wien, wo Franz Schreker ab 1892 am Konservatorium zuerst Violine und dann Komposition studierte. Bereits 1895 trat er auch als Dirigent auf. Im Jahr 1912 fand in Frankfurt die erfolgreiche Uraufführung seiner Oper Der ferne Klang statt. Im selben Jahr wurde Schreker als Lehrer an die Musikakademie in Wien berufen, an der er 1913 zum Professor ernannt wurde. Zu seinen erfolgreichsten Werken gehören die Oper Der Schatzgräber und die Kammersymphonie. Im Jahr 1920 wurde er Direktor der Hochschule für Musik in Berlin, wo zu seinen Studenten u. a. die Komponisten Alois Hába und Ernst Křenek gehörten. Die Machtergreifung durch die Nationalsozialisten hat für den Künstler, der in den 20er Jahren nach Richard Strauss der zweite meistgespielte Komponist war, das Ende seiner Karriere und schließlich auch des Lebens bedeutet. Nachdem er aller seiner Funktionen enthoben worden war und seine Werke als verboten eingestuft wurden, erlitt er einen Schlaganfall und starb kurz danach an dessen Folgen.