Ball im Savoy

Paul Abraham

#cool
#Operette

Musikalische Leitung: Jan Kučera
Inszenierung: Martin Čičvák
Chor und Orchester der Staatsoper

bachtrack.com: [...] Which director Martin Čičvák delivers to the point of exhaustion, showcasing nonstop, high-energy period choreography [...] That’s in keeping with the overall pace set by Čičvák, which owes a lot to Hollywood musicals and screwball comedies of the ’30s and ’40s. It’s also a perfect match for the snappy patter and witty asides [...] mehr lesen

Süddeutsche Zeitung: „Neben dem Opernballett glänzen die Gesangssolisten Doubravka Součková, Jiří Hájek, Barbora Řeřichová, Daniel Matoušek, Linda Caridad Fernandez Saez und Vladimir Kratina in den Hauptrollen.“ mehr lesen

webtheatre.fr: La production pragoise de l’opérette (traduite en tchèque pour l’occasion) est éblouissante : d’abord par le talent hors-pair de ses interprètes [...] mehr lesen

ioco.de: Das entspricht dem Gesamt-Tempo von Cicvak, das viel von Hollywood-Musicals und Screwball-Komedien der 30er und 40er Jahre verdankt. Es passt auch perfekt zu dem bissigen Geschwätz und den witzigen Nebenbemerkungen [...] mehr lesen

Die Oper wird in tschechischer Sprache mit englischen Untertiteln aufgeführt.

Termine

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Fr 16/09/2022
19.00
Staatsoper
#Premiere
#dramaturgische Einführung
So 18/09/2022
19.00
Staatsoper
#Premiere
Do 22/09/2022
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Staatsoper
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Di 27/09/2022
19.00
Staatsoper
Fr 30/09/2022
19.00
Staatsoper
Do 06/10/2022
19.00
Staatsoper
Mi 12/10/2022
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Staatsoper
Sa 15/10/2022
19.00
Staatsoper
Do 06/04/2023
19.00
Staatsoper
Mi 12/04/2023
19.00
Staatsoper
Do 20/04/2023
19.00
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Sa 29/04/2023
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Staatsoper
So 07/05/2023
19.00
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Sa 13/05/2023
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So 04/06/2023
17.00
Staatsoper
Sa 10/06/2023
19.00
Staatsoper
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Musik von Paul Abraham (1892–1960)
Text von Alfred Grünwald (1884–1951) & Fritz Löhner-Beda (1883–1942)
Tschechische Übersetzung von Liedtexten und tschechische Dialogen: Vlasta Reittererová

Als der ungarische Komponist Paul Abraham im Jahre 1932 seinen Ball im Savoy komponierte, hatte er bereits zwei unsterbliche Operettenschlager in die Welt gesetzt: Viktoria und ihr Husar (1930) und Die Blume von Hawaii (1931). Damals lebte der sagenhaft reiche Komponist in seiner Rokoko-Villa in Berlin, hofiert von der Berliner High Society, im Wirbelwind ausgelassener Abende, und hat fieberhaft komponiert, dirigiert und Filmmusik geschrieben. Vielleicht bietet Ball im Savoy auch deshalb eine „crazy story“, voller humorvoller Verschwörungen, Verwirrungen und Liebesfunken, deren Haupthandlung von der untergrabenen Treue eines frisch verheirateten Paares getragen wird, das seine ein Jahr dauernden "Flitterwochen" genießt. Abraham ist es gelungen, aus den Inspirationen des europäischen Jazz, des ungarischen Csardas, des Tangos, der Klezmer-Musik und der klassischen Wiener Operette eine absolut unbeschwerte Welt zaubern, in der ein Hit einem anderen folgt: Toujours l’amour, Kangaroo, Wenn wir Türken küssen oder der Zungenbrecher Es ist so schön, am Abend bummeln zu geh’n. Wie in jeder echten Operette, so mangelt es auch in Ball im Savoy nicht an hohen Sopranen oder effektvollen Liebesduetten, der Zuschauer findet auch musical- und revueartige Kreationen à la Ginger Rogers und Fred Astaire. Kurz gesagt, absolute Entspannung!

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Die Vorbereitungen für die Berliner Uraufführung am 23. Dezember 1932, waren von einem Team der bedeutendsten Theatermacher der Zeit – den Brüdern Alfred und Fritz Rotter – übernommen worden. In den Hauptrollen reüssierten die damaligen Stars Gitta Alpár, Herbert Ernst Groh, Oszkár Dénes und Rózsi Bársony. Für die festliche Premiere war das Berliner Große Schauspielhaus mit 3300 Sitzplätzen gewählt worden! Die Operette hatte „in einer glanzvollen Aufführung einen so stürmischen Erfolg, dass das Große Schauspielhaus für längere Zeit ausgesorgt haben wird,“ hat die Berliner Kritik nach der Premiere mit dem Lob nicht gespart. Der österreichische Musikkritiker Ernst Décsey hat Abraham den „Strawinsky der modernen Operette“ genannt.

Aufgrund der politischen Situation konnte der Triumph der Operette nicht lange anhalten. Nicht einmal einen Monat nach der Uraufführung wurde Adolf Hitler Reichskanzler und die Tage von Ball im Savoy und seiner Protagonisten waren gezählt. Die Darsteller Alpár, Bársony und Dénes, der Komponist Abraham und die Brüder Rotter waren jüdischer Herkunft. Am 2. April 1933 fand die letzte Vorstellung statt, Abraham musste Deutschland sofort verlassen. Beim Abschied von Berlin hat er geklagt: „In dieser Stadt wollte ich sterben. Warum muss ich fort? Nur, weil ich beschnitten bin?“

Das Paradoxe an dieser Zeit zeigt sich auch darin, dass Abrahams Diener an die dreihundert unveröffentlichte Kompositionen, die der Meister in seiner Berliner Villa zurückgelassen hatte, an minderwertige, meist Nazi-Komponisten verkauft hat. Abrahams „unerwünschte“ Musik lebte also in Nazi-Deutschland weiter. Ein kleiner Trost für einen Komponisten, der seinen Berliner Ruhm nie mehr erreicht hat und arm und psychisch krank gestorben ist. Die grausame Absurdität des Schicksals…

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Musikalische Leitung: Jan Kučera 
Inszenierung: Martin Čičvák
Bühnenbild: Hans Hoffer  
Kostüme: Georges Vafias  
Licht: Jan Dörner  
Choreografie: Laco Cmorej, Silvia Beláková 
Chorleiter: Adolf Melichar
Dramaturgie: Jitka Slavíková

Madeleine de Faublas: Vanda Šípová / Doubravka Součková
Marquis Aristide de Faublas, ihr Ehemann: Csaba Kotlár / Jiří Hájek 
Daisy Parker allias José Pasodoble, Jazz-Komponistin: Lucie Hájková / Barbora Řeřichová 
Mustapha Bey, türkischer Botschafter: Tomáš Kořínek / Josef Moravec / Daniel Matoušek
Tangolita, Argentinische Tänzerin: Angela Nwagbo / Linda Fernandez 
Archibald, Diener von Aristide: Vladimír Kratina / Richard Haan
Célestin Formant, Rechtsanwalt: Marek Frňka / Jakub Svojanovský / Viktor Javořík
René: Petr Jeřábek / Marek Frňka
Inhaberin einer Schneiderei: Marek Frňka / Zbyněk Šporc
Kellner: Štěpán Piller / Petr Špinar
Bebé: Elena Trčková / Barbora Šampalíková
Paulette: Barbora Šampalíková / Kristýna Štarhová
Lilly: Alžběta Trembecká / Markéta Šandová

Frauencompany
Adéla Abdul Khaleg, Zuzana Hladká, Tereza Holubová, Anna Kafková, Eliška Kenclová, Klára Kočárková, Anna Metlická, Karolína Pampelová, Barbora Šampalíková, Markéta Šandová, Kristýna Štarhová, Klára Šútovská, Alžběta Trembecká 
 
Männercompany 
Jan Adam, Martin Dinuš, Marek Frňka, Petr Jeřábek, Jevgenij Lisovik, David Mikula, Štěpán Piller, Jakub Ressler, Daniel Rybicki, Michal Soukup, Petr Špinar, Zbyněk Šporc 

Orchester der Staatsoper
Chor der Staatsoper

 

Vielen Dank an Tonak und Preciosa a.s., die uns Hüte und Schmuck für die Kampagne zur Produktion von Ball im Savoy zur Verfügung gestellt haben.

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