H.M.S. Royal Oaks

Erwin Schulhoff

#Jazz-Oratorium
#Musikakademie Theresienstadt

Erwin Schulhoff H.M.S. Royal Oaks. Ein Jazz-Oratorium nach dem Text von Otto Rombach für Rezitator, Jazzsänger, gemischten Chor und Jazzorchester (Bearbeitung für eine kammermusikalische Besetzung Frank Engel)

Termine

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Di 08/11/2022
19.30
Trinitatiskirche Köln
Do 17/11/2022
19.00
Zentrum für verfolgte Künste Solingen
Sa 26/11/2022
17.00
Immanuelskirche Wuppertal
vorherige Aufführung nächste Aufführung

Im Jahre 1930 hat Erwin Schulhoff gemeinsam mit dem Theaterautor, Schriftsteller und Journalisten der Frankfurter Zeitung Otto Rombach (1904–1984) sein von einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 1928 inspiriertes Jazzoratorium H.M.S. Royal Oaks geschrieben. Auf dem riesigen Schiff H.M.S. Royal Oaks, das die Ozeane seit 1915 befuhr, kam es zwischen drei Offizieren zu einem heftigen Streit über die Musik einer kleinen Kapelle in ihrer Messe. Der Streit geriet völlig außer Kontrolle und die beteiligten Männer wurden vor ein Kriegsgericht gestellt. Der ganze Vorfall hat sich in der Weltpresse verbreitet.

H.M.S. Royal Oaks ist eine humorvolle Parabel darüber, wie sich die Welt ändert, eine Konfrontation zwischen Modernismus und einem Konservatismus, der versucht, alles Neue zu verhindern. Die Musik oszilliert zwischen Igor Strawinski, Kurt Weill, Arnold Schönberg, der Filmmusik, einer Jazzband, populären Liedern, kurz gesagt, es ist eine verrückte Mischung aus Stilen der 1920er und 1930er Jahre mit vielen eingängigen Melodien. Die Geschichte wird von einem Rezitator erzählt, von seinen Kollegen den Musikern nachsichtig kommentiert. Der Inhalt ist ungefähr der: Das britische Schiff H.M.S. Royal Oaks ist auf einer Erkundungsfahrt im Südpazifik. Die Matrosen mögen den Jazz, doch der Kapitän verbietet unter Androhung einer Strafe solche Musik, die für ihn eine „Affenmusik“ darstellt. Dies führt zu einem Aufstand in der Mannschaft. Der Fall landet vor dem Gericht, das sich – ebenso wie die Öffentlichkeit – auf die Seite der Seeleute stellt. Am Ende singen alle gemeinsam: „Alles Volk aus Kaschemmen oder Schlössern unterwirft sich dem Rhythmus der Welt. Der Philister nur will sie verbessern und das Leben mit Einfalt verwässern, indem er gegen uns bellt. Ja, wir pfeifen auf sämtliche Verbote, Bürger ihr mit dem schwabbelnden Wanst. Denn die knarrend quäkend lust’ge Note ist für Schwarze und Weisse und Rote die Note nach der man tanzt. Halleluja!“ 

Die Originalpartitur des Oratoriums H.M.S. Royal Oaks ist für großes Jazzorchester bestimmt: drei Violinen, Sopran-Saxophon, Alt-Saxophon, Tenor-Saxophon, drei Hörner, zwei Trombone, Susaphon, Schlagzeug (Glockenspiel, Xylophon, Vibraphon, Glocken, große Trommel, Tam-Tam), zwei Banjos, zwei Akkordeons, Klavier, Rezitator, Jazzsänger und Chor. Das Werk wurde für eine kammermusikalische Besetzung bearbeitet.

Die Uraufführung von H.M.S. Royal Oaks fand am 9. Mai 1931 im Frankfurter Rundfunk statt, die szenische Uraufführung ein Jahr später auf der „Jungen Bühne“ in Breslau/Wrocław. Die kammermusikalische Fassung wurde zum ersten Mal im Rahmen der Musikakademie Terezín am 18. August 2022 in der Jerusalem-Synagoge in Prag aufgeführt.

Musikakademie Theresienstadt 2022

Ausführende
Dirigent: Werner Dickel 
Rezitator: Johanna Heyne
Jazzsänger: Rebecca F. Hagen
Chor der Hochschule für Musik und Tanz in Köln am Rhein 

EchoSpore Chamber Ensemble (Studenten der Hochschule für Musik und Tanz in Köln am Rhein)
Klavier: Elöd Ambrusz
Alt-Saxophon: Dominik Bökenkamp
Trompete: Gabriel Minharo
Trombon: Jan Nanut
Schlagzeug: Fabio Cimpeanu
Kontrabass: Carlota Ramos

Partner
Hochschule für Musik und Tanz Köln
EchoSpore
Deutsche Bank Stiftung
Stiftung Lichterfeld

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