Als wäre das alles gestern geschehen

Violine: Viviane Hagner
Staatsoper Orchester

Dirigent: Karl-Heinz Steffens 

Aufzeichnung eines Konzerts aus der Staatsoper, das den Opfern und Überlebenden der NS-Verfolgung gewidmet ist, im Tschechischen Fernsehen Art: Zum Konzert

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Es ist mehr als 75 Jahren her, dass der Zweite Weltkrieg – eine der größten Katastrophen, die die Menschheit je getroffen haben – zu Ende gegangen ist. Es mag scheinen, als ob das in ferner Vergangenheit geschehen sei – doch das ist nur relativ. Es sind noch immer Menschen unter uns, deren Leben vom Wahnsinn des Nationalsozialismus heimgesucht worden war. Zu Ehren dieser letzten noch lebenden Opfer des NS-Terrors haben wir uns entschlossen, dieses Galakonzert zu veranstalten, um ihren tragischen Schicksalen gegenüber unseren demütigen Respekt auszudrücken.Auf dem Programm stehen Werke von Komponisten, deren Schicksal, trotz der damaligen Allmacht eines totalitären Regimes, für uns die Freiheit des menschlichen Geistes und des künstlerischen Schaffens symbolisiert.

Der aus Brünn stammender Pavel Haas, Bruder des bekannten Schauspielers Hugo Haas und einer der talentiertesten Schüler von Leoš Janáček, wurde aufgrund seiner jüdischen Herkunft nach Theresienstadt und später nach Auschwitz deportiert, wo er in der Gaskammer ermordet wurde.

Dasselbe Schicksal hat auch den österreichisch-böhmischen Komponisten jüdischer Herkunft Viktor Ullmann betroffen, einen Schüler von Arnold Schönberg, der als Kapellmeister am Neuen deutschen Theater unter dem Opernchef Alexander Zemlinsky tätig gewesen war. Pavel Haas und Viktor Ullmann gehören heute zu den meistgespielten Komponisten der Moderne der Zwischenkriegszeit.

Ihre Musik hat überlebt und erklingt weiter. Diese beiden Werke, in denen angespannte Energie wie auch nachdenkliche Stimmung herrscht, werden durch das Violinkonzert von Felix Mendelssohn Bartholdy, das zu den bekanntesten Werken der Musik der Romantik gehört, ergänzt. Auch Mendelssohns Schaffen war eine Zielscheibe des Antisemitismus und des Rassismus. Das Werk wird in der Interpretierung der hervorragenden deutsch-koreanischen Violinistin Viviane Hagner präsentiert.

Man sagt, die Musik könne die menschliche Seele veredeln. Hören wir also ihren Tönen zu und lassen wir sie auch auf unsere Seelen wirken – damit wir die Schönheit und das Gute in der Welt finden und wieder erschaffen können. Eine Notwendigkeit, die genau wie vor acht Jahrzehnten auch für die heutige Gesellschaft gilt.

Das Konzert zu Ehren der Opfer und Überlebenden der NS-Verfolgung wird vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds in Kooperation mit dem Nationaltheater Prag und mit finanzieller Unterstützung der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Prag im Rahmen des Musica non grata Projekts veranstaltet.

Pavel Haas:  Scherzo triste op. 5
Viktor Ullmann: Slawische Rhapsodie op. 23
Felix Mendelssohn Bartholdy: Violinkonzert e-Moll, op. 64
- Allegro molto appassionato Andante. Allegro non troppo Allegro molto - 

Violine: Viviane Hagner
Staatsoper Orchester

Dirigent: Karl-Heinz Steffens 

Foto: Serghei Gherciu

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