Janacek–Martinu

Bohuslav Martinů

#Premiere
#Konzert

Dirigent: Jaroslav Kyzlink

Janíček: Jaroslav Březina
Zefka: Michaela Zajmi
Klavier: David Švec

Baritone: Ivan Kusnjer
Rezitation: Martina Preissová
Violin: Alexej Rosík, Jan Petřík
Viola: Kamila Puteany
Klavier: Zdeněk Klauda 

Frauenchor des Nationaltheaters
Chormeister: Pavel Vaněk

Termine

vorherig nächster
Sa. 12. 6.
19.00
Nationaltheater
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Das Tagebuch eines Verschollenen wurde am 18. April 1921 in der Reduta in Brünn durch Janáčeks Schüler, den Tenor Karel Zavřel, die Altistin Ludmila Kvapilová-Kudláčková und den Pianisten Břetislav Bakala uraufgeführt. Der bemerkenswerte, anspruchsvolle Liederzyklus gehört seitdem zu den beliebtesten Werken von Janáček. Der Komponist wurde von einem Gedicht inspiriert, das in der Zeitung Lidové noviny veröffentlicht wurde. Gedichte genannt Überschrift Aus der Feder eines Autodidakten von einem damals unbekannten Autor. Janáček war von der Dramatik wie Erotik der Gedichte ebenso beeindruckt wie von dem walachischen Dialekt, in dem die Verse verfasst sind, und beschloss, den Text zu einem Liederzyklus zu verarbeiten. Inspiriert wurde er wohl von Kamila Stösslová und die für den Rest seines Lebens seine Muse bleiben sollte. Die erste szenische Aufführung fand 1926 in Ljubljana statt, 1943 erklang die erste tschechische dramatische Bearbeitung in Plzeň (Pilsen). Obwohl es vor allem im Konzert gespielt wurde, wurde das Tagebuch eines Verschollenen in mehreren Theaterproduktionen und zwei Filmen adaptiert, zunächst unter der Regie von Václav Kašlík, dann von Jaromil Jireš. 

Die Kammerkantate Das Manifest der Brünnlein gehört zu den bekanntesten Kompositionen von Bohuslav Martinů und hat Generationen von Musikern und Zuhörern gleichermaßen in ihren Bann gezogen. Obwohl Martinů seit 1938 im Ausland – in Frankreich und dann in den USA – lebte und als Persona non grata aufgrund seiner politischen Ansichten und seiner Kunst nicht in die Heimat zurückkehren konnte, vergaß er diese nie – die Liebe zu seiner Heimat spiegelt sich vielfältig in seiner Musik wider. Im Juli 1955, den er in Nizza verbrachte, vollendete er seine Kantate Das Manifest der Brünnlein auf ein Gedicht, Das Lied vom Rubínka-Brunnen, das ihm Miloslav Bureš einen Monat zuvor geschickt hatte. In Erinnerung an seine Heimatregion Vysočina und das Dorf Tři Studny, in dem er im Juli 1938 mit der Familie seiner Schülerin Vítězslava Kaprálová lebte, schuf Martinů eines seiner innigsten Stücke. In einem Brief an Bureš schrieb er: „Ihr Gedicht über einen Brunnen hat mich tief bewegt, nicht nur, weil Sie Vysočina lieben, sondern auch, weil es wirklich schön ist. Es hat viele Erinnerungen wachgerufen – kostbare sogar ...“.

Leoš Janáček: Tagebuch eines Verschollenen

Bohuslav Martinů: Das Maifest der Brünnlein

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